Brustoperation – Korrektur von Hohlwarzen
Hohlwarzen entstehen am häufigsten als Folge der schlechten embryonalen Entwicklung von Brustwarzen, dabei hebt sich das so genannte Epithelgrübchen nicht und entwickelt sich so nicht in die Brustwarze. Dieser Zustand ist genetisch bedingt. Hohlwarzen können aber auch im Laufe des Lebens erscheinen, als Folge einiger Brustoperationen oder bei entzündlichen Erkrankungen oder Tumorerkrankungen der Brüsten. In diesem Fall müssen die Brüste zuerst gründlich untersucht werden und die Grunderkrankung muss behandelt werden. Hohlwarzen sind nicht nur eine kosmetische Störung, sondern auch funktionelle, sie können das Stillen erschweren oder auch unmöglich machen. Sie erschweren auch Hygiene und es kann zu unangenehmen Hautentzündungen kommen. Hohlwarzen können an einer Seite oder an beiden Seiten vorkommen.

Voroperative Vorbereitung:
Diese Operation erfordert keine spezielle Vorbereitung und kann sehr gut unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Vor der Operation ist es nötig, sich der mammologischen Untersuchung zu unterziehen und ein Mammologe oder ein Onkologe indizieren diese Operation. 3 Wochen vor dem Eingriff dürfen keine Medikamente mit Acetylsalicylsäure eingenommen werden(Acylpyrin etc.) oder andere Medikamente, die die Blutung erhöhen. Zu den Kontraindikationen gehören bestimmte Blutungszustände, ernsthafte Erkrankungen und akute entzündliche Zustände an Brustwarzen oder in ihrer Umgebung. Die Patientin muss belehrt werden, dass es nach den Eingriffen mit Unterbrechung von Milchgängen ein großes Risiko in der Zukunft gibt, stillen nicht zu können.
Operation:
Konservative Verfahren zur Beseitigung von Hohlwarzen haben keine großen Erfolge. Es gibt eine ganze Reihe von operativen Verfahren, sehr einfache bis ziemlich komplizierte Eingriffe. Allgemein kann man sagen, dass die Eingriffe ohne Unterbrechung der Milchgänge sehr oft zum Rezidiv führen. Bei den komplizierteren Techniken überschneiden die Chirurgen die eingezogenen Strukturen und das Bindegewebe sticken in die Form von prominierter Brustwarze. Andere Techniken bemühen sich diese Prominenz durch Ausschneiden von Hautzwickeln am Brustwarzenrand und Brustwarzenhof mit nachfolgendem Zusammennähen der Wunde zu erzielen. Sehr erfolgreich sind auch sehr einfache Operationen, bei denen die Milchgänge und andere verkürzte Strukturen mittels einer scharfen Nadel oder eines schmalen Skalpells unterbrochen werden und die Brustwarze wird in ihrer zukünftigen Lage für 2-3 Wochen mit chirurgischen Stecknädeln (wie Piercing) oder Silikondrän fixiert.
Postoperativer Verlauf:
Der Eingriff kann ambulant oder mit einer kurzen Hospitalisation durchgeführt werden. Postoperative Pflege beruht auf ein paar Überbände und eventuelle Nähte werden nach 8-10 Tagen nach der Operation entfernt.
Komplikationen:
Zu möglichen Komplikationen gehört Rezidiv der Erkrankung, die relativ oft bei den Eingriffen vorkommt, bei denen Milchgänge nicht unterbrochen werden. Es können auch entzündliche Komplikationen vorkommen, postoperative Blutung und Blutergüsse erscheinen nur selten.
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