Brustrekonstruktion nach der Tumor-Erkrankung
Brusttumore gehören zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen bei Frauen. Schon das Wort bösartig ruft die Angst vor der schlechten Prognose und Körperschaden verursacht von der Operation hervor. Angst vor den Körperschaden ist charakteristisch vor allem bei jüngeren Frauen, bei denen wir Phänomen genannt Dysmorphophobie beobachten können, dh.Angst vor der eigenen Hässlichkeit.
Es handelt sich um die natürliche Konsequenz der Kulturwahrnehmung der Frauen, bei denen die Brüste als Symbol der Weiblichkeit gelten. Darauf deuten Funde altertümlichen und mittelalterlichen Kunstgegenständen und die zeitgenössische Blickrichtung auf dieses funktionell und ästhetisch wichtiges Paarorgan hin. Es ist klar, wie schwer eine Faru betroffen wird, wenn sie sich einer Brustentfernung wegen der Tumor-Erkrankung unterziehen muss (Brustamputation, Brustablation oder sg.Mastektomie). Deshalb jede unsere Bemühung, die verlorenen Sicherheiten der Frauen in dem privaten und auch gesellschaftlichen Leben durch die perfekt durchgeführte Brustrekonstruktion zurückzugeben, ist für die Frau genauso wichtig, wie exakt durchgeführte chirurgische Entfernung von Brusttumor. Die komplexe Pflege ist bei den Frauen mit ernsthafter Brusterkrankung ein Teampflege, ähnlich wie bei den anderen onkologischen Erkrankungen.

Die Brustrekonstruktion nach der Mastektomie hat in den letzten Jahrzehnten die ungewöhnliche Entwicklung aufgewiesen. Es gibt vielleicht keine Tumor-Problematik, wo die chirurgische Therapie von solchen revolutionären Veränderungen begleitet wurde, wie es bei dem Brusttumor ist. Es geht nicht nur darum, dass man sich von der Radikalität der primären Operation zu den konservativer durchgeführten Eingriffen abgewendet hat, sondern auch um das Timing der eigenen Brustrekonstruktion nach Mastektomie. Das beweisen zahlreiche statistische Angaben aus den USA und auch anderen Ländern über die ansteigende Anzahl von durchgeführten Operationen oder der sg.sofortigen Brustrekonstruktionen, bei denen die Form und Größe der Brust gleichzeitig mit der Tumor-Entfernung rekonstruiert wird.
Während die ersten Erwähnungen in historischen Quellen über den Brustkrebs und seiner chirurgischen Therapie schon aus dem Altertum kommen, kann man nicht dasselbe über die Brustrekonstruktionen nach der Entfernung von bösartiger Erkrankung sagen. Für den historischen Einschnitt der modernen Epoche in rekonstruktiver Chirurgie kann man, wie schon gesagt, die Entdeckung von Silikonimplantate von Cronin und ihre Ausnutzung in der ästhetischen Chirurgie im Jahre 1963 ansehen. 14 Jahre später, im Jahre 1977, wurde zum ersten Mal das Implantat zur Brustrekonstruktion nach der bösartigen Erkrankung verwendet. Seit dieser Zeit tauchen weitere Operationsverfahren auf, die bei den Rekonstruktionen nicht nur körperfremde Materialien ausnutzen, sondern auch körpereigene, oder die, bei den man beide Materialien kombiniert. Dank der Generation von Mikrochirurgen, die ausgeschult in der ästhetischen Brustchirurgie sind, stellen die mikrochirurgischen Verfahren für die Brustrekonstruktionen ein weiterer Fortschritt dar. Mithilfe vom freien Gewebstransfer kann man eine reiche Menge des eigenen Gewebes zu gewinnen, das sich zur Brustrekonstruktion eignet. Es gibt die sofortige Brustrekonstruktion und sekundäre Brustrekonstruktion, sie unterscheiden sich voneinander durch Timing der Operation. Die sofortige Brustrekonstruktion wird gleichzeitig mit der Tumor-Entfernung durchgeführt, deshalb sollten der plastische und allgemeine Chirurg zusammenarbeiten. Der große Vorteil dieser Brustrekonstruktion ist das, dass die Frau psychologisch aus dem Brustverlust nicht betroffen ist. Die sofortige Brustrekonstruktion wird heutzutage am meisten bei der präventiven Entfernung von gewagter Brustdrüse verwendet. Falls die sofortige Brustrekonstruktion nicht möglich ist, kann die sekundäre Brustrekonstruktion nach 12-24 und mehr Monaten durchgeführt werden.
Rekonstruktion der ganzen Brust:
Zur Rekonstruktion der ganzen Brust nach radikaler Mastektomie kann man körperfremde Materialien (Implantate), autologes Gewebe (körpereigene Stoffe) in der Kombination mit körperfremden Materialien oder nur autologes Gewebe verwenden.
Rekonstruktion mit Ausnutzung von körperfremden Materialien:
Heutzutage benutzt man eindeutig am meisten Silikonimplantate, und zwar gefüllt mit Gel oder mit Salzlösung. Obwohl die Silikon-Implantate sehr oft schon schnell nach ihrer Entdeckung von Cronin zur Brustaugmentationen in der ästhetischen Chirurgie verwendet wurden, die ersten Erwähnungen über ihre Verwendung bei der Brustrekonstruktion nach Mastektomie erst aus dem Jahre 1977 vorkommen. Seit dieser Zeit kommt es zur riesigen Aufstieg ihrer Ausnutzung für Brustrekonstruktionen, und zwar entweder in der Form von einfacher Einlegung des Implantates bei der ausreichend vorhandenes Hautweichteilgewebe, oder in der Kombination mit sg.Gewebeexpansion bei dem ungenügenden Hautweichteilgewebe (allmähliche Ausdehnung und Vergrößerung des Hautweichteilgewebe mithilfe von Gewebeexpanders, dh.Silikonbeutel versteckt unter die Haut, die in zeitlichen Abständen mit einer Wasserlösung gefüllt werden, bis in die verlangte Vergrößerung des Hautweichteilgewebe).
Brustrekonstruktion mit Ausnutzung von autologem Gewebe und körperfremdem Material:
Die Kombination von autologem Gewebe und Silikonimplantat ist an einigen Kliniken eine der Basismethoden in der rekonstruktiven Brustchirurgie. Sie kommt zur Anwendung dort, wo die ungenügende Haut und ihre Qualität die Verwendung vom Implantat nicht erlauben oder in Fällen, wenn die Brust an der nicht betroffenen Seite schwerer ist und erschlafft aussieht.
Als autologes Gewebe wird für diese Art der Brustrekonstruktion oft Hautlappen aus der Seite des Brustkorbs verwendet, mit dem Hautweichteilgewebe ergänzt und vergrößert wird. Damit entsteht ein Raum für Implantat, das unter den großen Brustmuskel eingelegt wird. Im Zeitabstand von 3 Monaten werden auch der Warzenhof und die Warze rekonstruiert.
Eine andere Möglichkeit von dieser Art der Brustrekonstruktion ist der sg.verschiebbare Bauchlappen, mit dem man ein ausreichendes Hautweichteilgewebe für die Deckung von Implantat durch Ausrückung von Bauchdecke nach oben gewinnt.
Eine andere Art der Ausnutzung vom autologen Gewebe in der Kombination mit Implantat ist Überdrehung von Rückenmuskel mit Hautinsel auf die Vorderseite des Brustkorbs. Dieser Eingriff ist zeitlich anspruchsvoller, trotzdem ist er an einigen Kliniken, vor allem im Ausland, bevorzugt. Auch bei dieser Methode werden der Warzenhof und die Warze erst nach 3 Monaten rekonstruiert.
Brustrekonstruktion mit eigenem Gewebe:
Brustrekonstruktion mit Ausnutzung von eigenem Gewebe stellt den weiteren bedeutenden Fortschritt in dieser Problematik dar. Der größte Vorteil ist es, dass das eigene Gewebe zur Vergrößerung mit Implantat nicht kombiniert sein muss, ein gewisser Nachteil ist die Ansprüchigkeit und die Länge der Operation. Als autologes Gewebe für Lappenabnahme dient die vordere Bauchdecke. Mehrere Kliniken bevorzugen dieses Verfahren in der rekonstruktiven Brustchirurgie, weil diese Methode unter anderem Haut und Fett in der ausreichenden Menge auch für Rekonstruktion von großer Brust bietet.
Der Bauchlappen ausgenutzt für die Brustrekonstruktion kann in zwei Formen erscheinen. Gestielter Bauchlappen wurde ursprünglich bei den Brustrekonstruktionen mit eigenem Gewebe benutzt und wird auch heute an den Kliniken verwendet, die keine mikrochirurgische Technik besitzen. Die Operation ruht auf Trennung von großem Bauchlappen und seiner Überdrehung auf dem Stiel, gebildet von Muskeln und Blutgefäßen, in Defekt an der Vorderseite des Brustkorbs.
Der zweite Typ vom Bauchlappen ist der sg.freie Bauchlappen. Der wird von frei übertragenem Gewebe aus dem Bauch in Defekt an der vorderen Seite des Brustkorbs und seine Verbindung mit zuleitenden und ableitenden Gefäßen unter dem Mikroskop gebildet, damit wird der Kreislauf im Lappen wiederhergestellt. Der Vorteil vom freien Lappen ist seine bessere Durchblutung als beim gestielten Lappen und ein kleinerer Eingriff in die Bauchdecke-Muskeln. Die Bedingung für diese Operation ist Anwesenheit von hoch erudierten mikrochirurgischen Team.
Rekonstruktion von einem Brustteil:
In letzten Jahren wird mehr konservatives Herantreten an chirurgische Therapie von Brusttumoren verwendet als in der Vergangenheit. Dazu gehören vor allem die Brust schonende Eingriffe, bei denen der Tumor entfernt wird, aber der größere Teil der Brust erhalten wird. Auch wenn diese Operationen die Form und angemessen auch Volumen und Größe der Brust respektieren, kommt es zu den Brustveränderungen von verschiedenem Umfang, nach der Größe vom Tumor und nach seiner Platzierung.
Brustrekonstruktionen nach diesen sg.partialen Eingriffen sind sehr abwechslungsreich und hängen von der Größe des Defektes nach Tumor-Entfernung und von dem Ort ab, wo sich der Tumor befunden hat. Wir erwähnen z.B.Brustmodelation, wo die sofortige Rekonstruktion bei der Entfernung von einem kleinen Tumor durchgeführt wird, ähnlich wie bei der Korrektion von erschlafften Brüsten. Gewöhnlich ist die Modelation von beiden Brüsten nötig. Eine andere Art der Brustrekonstruktion nach partialen Eingriffen bilden lokale Lappenplastiken in der Kombination mit körperfremden Materialien. Eine weitere Möglichkeit ist die direkte Implantation von einer Prothese zur Vergrößerung von der betroffenen Brust. Es gibt mehrere Verfahren und weitere Beispiele würden den Rahmen von diesem Artikel überschreiten.
Rekonstruktion vom Warzenhof und von der Warze:
Rekonstruktion vom Warzenhof und von der Warze stellt die End-Etappe der Brustrekonstruktion nach Mastektomie dar. Für überwiegende Mehrheit der Frauen ist diese Rekonstruktion als Symbol der kompletten Wiederherstellung der Brust wahrgenommen und heißt für sie den Rückkehr zum vollwertigen privaten und gesellschaftlichen Leben. Der gebildete Komplex vom Warzenhof und von der Warze gibt der rekonstruierten Brust das natürliche Ausssehen und erneuert die Symmetrie, und damit wird das Körper von der Frau wieder als das nicht gestörte Ganze wahrgenommen.
Die Rekonstruktion vom Warzenhof-Warze Komplex hat zwei alleinstehende Einheiten – den Warzenhof und die Warze. Bei der Rekonstruktion vom Warzenhof unterscheiden wir 3 fundamentale Operationstechniken:
- Transfer vom Teil des Warzenhofes aus der anderen Brust,
- Abnahme vom Hautimplantat aus den Körperteilen mit stärkerer Pigmentation (z.B.aus der inneren Seite der Schenkel),
- Ausnutzung von künstlicher Tätowierung.
Rekonstruktion von der Warze bietet eine große Menge von Operationsverfahren, die man in 3 fundamentale Gruppen einteilen kann.
- Transfer vom Teil der Warze aus der anderen Brust,
- Rekonstruktion der Warze durch lokale Lappen,
- Ausnutzung von künstlicher Tätowierung.
Komplikationen:
Komplikationen nach den Brustrekonstruktionen können wegen der falschen Wahl der Art von Rekonstruktion, wegen der nicht perfekten Operationstechnik, wegen der Mangelhaftigkeit des Gewebes (Zustände nach Verstrahlungen, Narben etc.)und wegen des gänzlichen Gesundheitszustandes (Beleibtheit, Immunitäts-Störungen, Diabetes, endokrinologische Erkrankungen, kardiovaskuläre Erkrankungen, Rauchen, Alter etc.) entstehen. Bei den Brustrekonstruktionen mit Implantaten ist die häufigste Komplikation die Bildung von Kapselkontraktur um das Implantat. Bei den Brustrekonstruktionen mit lokalen Lappen in Kombination mit Implantation der Prothese kann manchmal zur Trennung von Lappenzipfel mit Abdeckung des Implantates kommen. Auch wenn diese Komplikation nur selten vorkommt, wenn sie entsteht, muss man das Implantat meistens entfernen und nach einigen Monaten eventuell allmähliche Expansion mit nachfolgender neuer Implantation der Prothese durchführen. Eventuell kann man noch den Bauchlappen verwenden.
Aus den weiteren Komlikationen nennen wir Wundinfektionen, hypertrophische Narben, eventuell Ödeme verursacht durch Ansammlung von Lymphflüssigkeit. Bei den Bauchlappen kann zur Störungen von Versorgung eines Teiles, oder ausnahmsweise auch des ganzen Lappens kommen. Dann ist es nötig, eine andere Art der Brustrekonstruktion zu finden, falls der Lappenverlust zu groß ist. Allgemein wird bei allen Rekonstruktionen angeführt, dass die aufgezählten Komplikationen 15% der durchgeführten Rekonstruktionen nicht überschreiten.
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