Stirnlifting und Augenbrauenlifting

Die Stirn ist eine der weiteren Lokalitäten, wo der Prozess der Hautälterung zu sehen ist, die Haut wird erschlaffen und es bilden sich die Falten. Die Haut hier ist fixiert zu den tieferen Strukturen, deshalb ist die gänzliche Senkung weniger sichtbar als in den niedrigeren Teilen des Gesichtes. Die größte Senkung der Stirnhaut ist in ihrem unteren Teil zu sehen, im Bereich der Augenbrauen.



 

Wann und wie operieren

Zu dem ersten Problem mit der Stirnhaut gehört die Bildung der mimischen Falten und manchmal schon in relativ jungem Alter zwischen 30 und 40 Jahren. In der heutigen Zeit sollten zuerst weniger invasive Methoden verwendet werden. Zur Verhinderung der Faltenbildung kann Botulotoxin appliziert werden, zu ihrer Füllung können injizierbare syntetische Materialien verwendet werden und zur Glättung der feinen Falten eignet sich Lasertherapie.

Stirnlifting und Augenbrauenlifting

Die endoskopische Methode der Operation kann in dieser Phase bei der Bildung der markanten, tiefen und isolierten Falte eventuell Falten am Nasenwurzel ausgenutzt werden, weil die Unterbrechung von mimischen Muskeln weitere Vertiefung dieser Falten verhindert. Weiter können die gesenkten Augenbrauen in äußeren Teilen endoskopisch aufgehoben werden, ohne die ganze Stirn zu operieren.

Die gänzliche Senkung der Stirnhaut kommt allmählich vor und meistens später als die Senkung von dem mittleren und unteren Teil des Gesichtes. Deshalb sollte die Stirnoperation als die letzte Operation geplant werden, das heißt nach der Augenlideroperation und Gesichtsoperation. Es ist möglich, die Gesichtsoperation, Halsoperation und Stirnoperation zusammen durchzuführen, aber wenn möglich, ist es besser, die Operationen auf zweimal im Zeitabstand von 4-6 Monaten durchzuführen. Es ist nicht empfehlenswert, die Stirnoperation und Augenlideroperation zusammen durchzuführen.

Die gänzliche Stirnoperation – das so genannte Front Lifting – die Stirnaufhebung von Schläfeknochen, Augenbrauen und mittlerem Teil der Stirn einschließlich Auflockerung vom Muskelansatz am Nasenwurzel wird am häufigsten mit 50-60 Jahren endoskopisch durchgeführt. Nur bei gelockerter Haut bei Frauen über 60 entscheiden wir uns manchmal für klassische chirurgische Methode.

Vorbereitung

Wie schon gesagt, der Umfang dieser Operation kann unterschiedlich sein, nach dem Umfang entscheiden wir uns auch für den Umfang der voroperativen Untersuchung und gänzlichen Vorbereitung.

Es sollte keine Erkrankung drei Wochen vor der Operation verlaufen (Virosa, Erkältung). An der Haut im Gesicht und an der Stirn sollten keine entzündlichen Erkrankungen oder allergischen Erscheinungen vorkommen.

Operation

Nach dem Umfang der Operation kann der Eingriff nut in örtlicher Betäubung durchgeführt werden, meistens wird aber eine Kombination von örtlicher und völliger Betäubung gewählt (Neuroleptanalgesie – intravenöse Applikation oder völlige Anästhesie).

Die Operation beginnt mit der Desinfektion vom Gesicht und Haaren. Danach werden 2 etwa 1,5 cm lange Schnitte im Haarteil in dem mittleren Teil Richtung nach hinten in die Haaren und 2 schiefe Einschnitte am Haaransatz etwa über äußeren Ränder von Augenbrauen durchgeführt.

Aus diesen Schnitten wird die Stirnhaut von der Schädelbasis in dem mittleren Teil bis zum Nasenwurzel und den Augenbrauen entlang bis zum Schläfebereich aufgelockert. Weiter wird die Unterbrechung von Ansätzen der mimischen Muskeln am Nasenwurzel und  Unterbrechung von flachen Muskeln der äußeen Ränder von Augenbrauen durchgeführt. Alles wird unter der Hautoberfläche mittels endoskopische Instrumente geführt und auf dem Bildschirm kontrolliert. Danach folgt die Verschiebung mit Aufhängung von aufgelockerter Haut an dem Ort der Schnitte. Ihre Fixation wird entweder mittels Mulltampons in den behaarten Kopfteil platziert oder sie kann direkt in den Schädelknochen vorübergehend mit den Schraubchen oder speziellen Häckchen platziert werden.

Zum Schluss wird die Haut an Stirn mit dem elastischen Pflaster und mit der Bandage verbunden.

Postoperativer Verlauf

Wenn der Eingriff nur von einem kleineren Umfang ist und in örtlicher Betäubung durchgeführt wird, kann der Patient schon am Tag der Operation nach Hause entlassen werden. Bei den kompletten Stirnoperationen in der kombinierten Anästhesie ist eine eintägige Hospitalisation nötig. Die Haare können gewöhnlich drei Tage nach der Operation gewaschen werden, das elastische Pflaster und die elastische Bandage oder den Stirnband empfehlen wir 7-10 Tage nach der Operation den ganzen Tag zu tragen, weiter 7-10 Tage in der Nacht und bei der Schwellung zu tragen. Schellungen des oberen Teiles des Gesichtes gehören zu der Haupterscheinung dieser Operation, manchmal können sich auch Blutbeulen an Augenlidern bilden, wohin sie sich allmählich verschieben. Wenn nur die Stirn operiert wird, Schwellungen bleiben in dem oberen Teil des Gesichtes und ziemlich schnell verschwinden (nach 3-5 Tagen). Wenn das Gesicht zusammen mit der Stirn operiert wird, gibt es keinen Raum für Schwellungen in dem umliegenden Gewebe und es kommt zur markanten Schwellung der ganzen Stirn und des ganzen Gesichtes, die nur sehr langsam verschwindet (10-14 Tage). Als Prävention werden kühle Umschläge, Einhaltung des Ruheregimes und beim Schlafen die Position auf dem Rücken empfohlen.

Der Druck von elastischer Bandage und der Schwellung an der Stirn kann manchmal Kopfschmerzen und Übelkeiten 1-2 Tage nach der Operation verursachen. Diese Probleme müssen mit Medikamenten behandelt werden.

Die Nähte werden meistens nach 10-14 Tagen nach der Operation entfernt, die Narben versteckt in dem behaarten Kopfteil sind nicht sichtbar und gewöhnlich ist es nicht nötig, eine weitere spezielle Narbenpflege durchzuführen.

Das Verschwinden von Schwellung und Absorbtion der eventuellen Blutbeulen ist unterschiedlich, nach dem Umfang des Eingriffes und Verlauf des Heilungsprozesses bei jedem Patienten, meistens ist das nach 2-3 Wochen. Der Rückkehr zur Arbeit ist nach 7-10 Tagen möglich, die volle physische Belastung (Sport treiben, Turnen etc.) nach 3-4 Wochen, genauso die freie Bewegung in der Sonne.

Solche Gefühle wie Ziehen und milde Störung der Empfindlichlichkeit in dem operierten Bereich gehören zu der  normalen Begleiterscheinung und verbessern sich allmählich nach einigen Wochen.

Falls wir uns bei der Operation vor allem um die Ausglättung oder Verbesserung der tiefen Stirnfalten bemühen, ist es empfehlenswert, mit Zeitabstand von 2-3 Monaten die Operation noch mit der Applikation von Botulotoxin zu ergänzen.

Bei der Operation kommt es zur Auflockerung und Spannung der Haut und Überbrechung der Absätzen von mimischen Muskeln. Feine und flache Muskeln bleiben jedoch in der Hautstruktur und in der Unterhaut der Stirn und beginnen allmählich die Haut wieder zusammenzuziehen. Der Umfang und die Kraft des Zusammenziehens ist beschränkt, weil die Absätze von mimischen Muskeln unterbrochen wurden, aber die Applikation von Botulotoxin verhindert den mimischen Muskeln ihre Bewegung und die gewöhnte Mimik wird allmählich abgebaut.

Schon vor der Operation gebildete feine Falten an Stirn können nach der Operation mittels Laser ausgeglättet werden.

Komplikationen

Die frühen Komplikationen wie Infektion und massivere Blutung kommen heutzutage selten vor, weil sie durch präventive Verabreichung von Antibiotika, Medikamenten gegen Blutung und guter postoperativen Pflege minimalisiert werden.

Zu den späteren Komplikationen zählen länger dauernde erniedrigte Empfindlichkeit und Einschränkung der Mimik von einem Teil der Stirn oder der Augenbrauen. Wenn das Problem mit Mimik von Augenbrauen mehr als ein Monat dauert,ist eine spezielle Rehabilitation und gezielte Kur mit Vitaminen zu erwägen, eventuell zu beginnen.

Diese Kur und Rehabilitation können auch einige Wochen dauern, bis die Funktion von Nerven an dem bestimmten Ort wieder erneuert wird.

 

 

 

Lifting, Stirn, Augenbrauen, Falten

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